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mata4him
Lover of God and His Word by His Grace. Blessed with a wife and 4 kids. Living in Vienna, Austria
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Gott segne uns, aber nicht als Selbstzweck, sondern damit man dich auf der ganzen Erde erkennt und preist!
Psalm 67
Mitten in eurem Ringen um den schmalen Weg werdet ihr hören: "Gehorsam ist nicht das Wichtigste". Hütet euch vor solcher Verführung!
Matthäus 7:15-23
Möchtest du dein Herz dem Irdischen entreißen? Dann vertraue Gott und investiere in das Himmelreich!
Matthäus 6:19-34
Wir strahlen am hellsten als das Licht der Welt, wenn wir unsere Feinde lieben, wie Christus es uns vorgelebt hat.
Matthäus 5:43-48
Das neue Leben
5. Mose 22
Jesus würde für uns zum Fluch
5. Mose 21:15-23
Jesus selbst ist die beste Veranschaulichung der Seligpreisungen.
Matthäus 5:3-10
Herr, höre mein aufrichtiges Gebet und schütze mich! Du bist mein Teil, jetzt und in Ewigkeit!
Psalm 17
Not > Bitte > Anbetung > Zeugnis > Predigt > Fürbitte
Psalm 9
Warum Gottes Volk trotz seiner eigenen Untreue auf Gottes Gnade hoffen darf ...
Nehemia 9
Gaben fördern Erkenntnis, Erkenntnis fördert Liebe, Liebe bleibt ewig.
1. Korinther 13:8-13
Wie erzieht uns Gott zur Heiligkeit? Indem er unseres Blick auf den gekommenen und wiederkommenden Retter lenkt.
Titus 2:11-14
Rechne mit Not auf dem Weg zur Herrlichkeit!
1. Petrus 4:12-19
Gott redet zu jedem Menschen; wenn er persönlich zu mir redet - was ist meine Antwort?
Psalm 19
Wir werden aufgefordert, uns in der Liebe Gottes zu erhalten. Wie? "Lies die Bibel, bet' jeden Tag!"
Judas 20-21
Lasst uns Sein Erbgut ausleben!
Jakobus 1:26-27
Es gibt guten Grund, sich in Bedrängnissen zu freuen!
Römer 5:1-11
Wie können wir uns in unseren Prüfungen freuen, wenn es uns an Weisheit und Motivation fehlt?
Jakobus 1
How can we rejoice in our trials when we experience doubt and lack of motivation?
James 1
Let us be inspired to please God by living out His DNA!
James 1:26-27
To live is Christ and to die is gain. What a liberating and positive outlook for the Christian devoted to the glory of Christ!
Phil 1,18b-26
We are commanded to keep ourselves in the love of God. How? "Read the Bible, pray every day!"
Jude 20-21
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Bergpredigt: Fasten
Matthäus 6:16-18
Wenn ihr fastet ...
#Gebet
#Fasten
Published 28/02/2019; Updated 28/02/2019
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Zus.-fassung Hauptpunkt
Arc
Notizen
Zitate
notes
Zus.-fassung Hauptpunkt
Wenn ihr fastet, versucht nicht andere durch eine leidende Mine zu beeindrucken, sondern lasst es nur den himmlischen Vater wissen, der es euch öffentlich vergelten wird.
Arc
editing
NT
Matthäus 6:16-18
schl
mine
Wenn ihr aber fastet,
Wenn ihr fastet,
sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die Heuchler;
setzt keine Leidensmine auf
denn sie verstellen ihr Angesicht,
in scheinheiliger Art und Weise
damit es von den Leuten bemerkt werde, daß sie fasten.
um Leute zu beeindrucken,
actionpurpose
ideaexplanation
temporal
Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.
denn der Vater belohnt sie nicht.
ground
Du aber, wenn du fastest,
Wenn du aber fastest,
so salbe dein Haupt
gehe gepflegt unter die Leute,
und wasche dein Angesicht,
unauffällig,
series
damit es nicht von den Leuten bemerkt werde, daß du fastest,
damit die Leute dein Fasten nicht bemerken,
sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist;
sondern dein Vater im Himmel,
negativepositive
und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten öffentlich.
dann wird er dir öffentlich vergelten.
discourse
Notizen
Das verborgene Fasten (6:16-18) Fasten ist ebenso selbstverständlicher Bestandteil des Dienstes für Gott wie Almosen-Geben und Beten. Besonders beim Fasten müssen wir uns davor hüten, darbend und leidend dreinzuschauen und Missmut auszustrahlen. Anlässe für Fasten : Trauer : Wer tief trauert, enthält sich der Freuden und Genüsse, auch der kulinarischen: 1Sam 31:12-13; 2Sam 3:31-35 Tiefe Betroffenheit und Trauer über geistliche Misstände, Buße über eigene und kollektive Schuld : 1Kön 21:27; Dan 9:2-5; Esr 9:3-4; Esr 10:6; Neh 1:3-4; Neh 9:1-2 ; Joel 2:12-15 ; Jon 3:5 Flehen um Erhörung bei besonderen Anliegen : Esr 8:21-23; Mat 17:21 Mangelndes Nahrungsbedürfnis aufgrund besonderer Gemeinschaft mit Gott bzw. besonderer Geistesfülle: 2Mo 34:28; 1Kön 19:8; Luk 4:1-2 Ein Fasten aus Prinzip, zu festgesetzten Zeiten ist die Ausnahme bei dem in der Schrift berichteten Fasten: Luk 2:37 Solch ein Fasten wird leicht zur religiösen Routine, die vor Gott keinen Wert hat: Luk 18:11-12 Fasten im NT : Mat 4:2-4 Der Geist führte Jesus gleich zu Beginn seines Dienstes ins Fasten und in die Einöde, wo der Teufel in versuchte. Mit seinem Zitat von 5Mo 8:3 deutet Jesus darauf hin, dass das irdische Brot nur ein Schatten des himmlischen Brotes ist. Gott prüft immer wieder, ob gerade seine besten Gaben nicht zu Götzen werden. Wie leicht lieben wir die Gaben mehr als den Geber. Durch Fasten berauben wir uns freiwillig legitimer und guter Gaben, um den Geber besonders zu ehren. Dabei kommt manches ans Licht, was wir mit Essen zugedeckt haben: Ärger, Ungeduld, schlechte Laune. Aber daran ist nicht das Fasten schuld. Das Fasten offenbart nur was in uns steckt. Dies dient zur Demütigung und zur Schärfung unserer geistlichen Sinne. Mat 17:19-21 Gebet und Fasten sind die Mittel zur Befreiung aus schweren Bindungen. Auch hier geht es darum, Trauer angesichts der Bedrückung durch die Mächte der Finsternis zu zeigen, und diese Not im ernsthaften Gebet zu Gott zu bringen. Im Kampf gegen dämonische Mächte ist Demut besonders wichtig. Wie leicht kann sich der "Befreier" über den "Befreiten" erheben und denken, er sei vollmächtig. Gebet und Fasten tragen zur demütigen Haltung bei: Wir erniedrigen uns selbst und erhöhen den Herrn - wir bekennen, dass nur er Befreiung geben kann. Luk 2:37 Hannas regelmäßiges Fasten wird positiv erwähnt. Für sie war betendes Fasten nicht eine Routinesache sondern der Ausdruck größter Sehnsucht nach dem Kommen des Messias. Sie hielt jahrzehntelang im Glauben an der Verheißung fest und wurde erhört. Luk 5:33-35 Ein klarer Hinweis, dass Fasten im NT einen festen Platz hat. Apo 13:1-4 Es handelt sich wohl um eine besondere Sehnsucht nach der Führung des Geistes. Diese Propheten waren aufgrund geistlicher Offenbarung tief bewegt - sie wussten, dass sie das Evangelium bis an das Ende der Erde tragen sollten (Apo 1:8). Es war ein menschlich gesehen unmöglich zu erreichendes Ziel und sie wussten nicht, wie sie es angehen sollten. Aber sie wollten gehorchen und so warteten sie unter Gebet und Fasten auf die Führung des Heiligen Geistes. Sie wurden nicht enttäuscht: Der Geist gab den Startschuss für die erste Missionsreise. Daraufhin fasteten sie ein weiteres Mal, um dieses große Anliegen Gott anzubefehlen. Wie sieht es mit uns aus? Ist das Ziel schon erreicht? Oder gilt uns der Auftrag nicht? Geben wir uns zufrieden mit der Ernte? Sollten wir nicht mit allem uns möglichen Nachdruck - und dazu gehört Fasten - flehen, - dass der Herr der Ernte Arbeiter in seine Ernte senden, - dass er seinen Knechten Freimütigkeit geben - und seinem Wort offene Türen schaffen möge? "Der Schlüssel zu allem Erfolg in der Mission ist Gebet. Dieser Schlüssel ist in der Hand der Heimatgemeinden. Die Trophäen, die der Herr in heidnischen Ländern gewinnt, werden durch betende Missionare gewonnen, nicht durch Profis, die in der Fremde arbeiten. Und im Besonderen wird dieser Erfolg durch das Gebet der Heiligen in den Heimatgemeinden erzielt. Die Heimatgemeinde auf ihren Knien, fastend und betend, ist die große Basis des geistlichen Nachschubs, die Kriegskasse und die Zusicherung des Sieges in diesem schrecklichen und endgültigen Kampf. Die finanziellen Mittel sind nicht die eigentliche Kriegskasse in diesem Kampf. " (Edward McKendree Bounds, The Complete Works of E. M. Bounds , WORDsearch CROSS e-book, Under: "XIII. Prayer and Missions) Apo 14:23 Auch hier handelt es sich um einen besonderen Anlass, eine besonders wichtige geistliche Angelegenheit, nämlich die Einsetzung von Ältesten in Gemeinden. Diese tragen eine gewaltige Verantwortung, die weit über alle möglichen menschlichen Fähigkeiten hinausgeht. Von ihnen hängt es großteils ab, wie sich die Gemeinden entwickeln werden. Daher wird das Gebet für sie von Fasten, d.h. von besonderem Ernst begleitet. 1Kor 7:5 Fasten und Gebet werden in einer Weise zusammen erwähnt, dass man davon ausgehen kann, dass es oft gemeinsam praktiziert wurde - in diesem Zusammenhang manchmal auch kombiniert mit sexuellem Fasten. 2Kor 6:4-7 Das Fasten steht hier in einer Reihe mit Ausharren im Leid und der Frucht des Geistes als Merkmal von Dienern Gottes. 2Kor 11:23-27 Fasten wird unterschieden von Hunger und Durst. Das eine ist freiwillig, das andere notgedrungen. Jedenfalls ist beides für einen wahren Apostel oder Missionar nichts Unübliches. Diese Verse passen auch gut zur Haltung des Apostels gegenüber seinem Leib: 1Kor 9:26-27 Es hat damit zu tun, dass der ernsthafte Christ bemüht ist, sein Fleisch nicht üppig werden zu lassen: Röm 13:13-14 Anwendung Gibt es in unserem persönlichen Leben oder im Gemeindeleben Anlässe zu tiefer Betroffenheit und Trauer über geistliche Misstände? Ist tiefgehende Buße über eigene und/oder kollektive Schuld nötig? Gibt es besondere Anliegen wie Mission, Evangelisation, Gemeindeleiter, die besonderes Gebet erfordern? Gibt es eine besondere Sehnsucht nach der Führung des Geistes in entscheidenden Situationen? Haben wir die Erfahrung schon gemacht, wie wir unser Fleisch durch Entzug schwächen und den Geist gleichzeitig durch Gemeinschaft mit dem Herrn stärken können? Haben wir große Sehnsucht danach, dass der Bräutigam endlich kommt? Welche Gründe bringen wir vor, das Gebet nicht durch Fasten zu unterstützen?
Zitate
Luther in "Von den guten Werken": Zum neunzehnten. Darauf folgen die Übungen des Fleisches, die seine grobe, böse Lust töten , zur Ruhe und zum Feiern bringen sollen: Die müssen wir mit Fasten, Wachen, Arbeiten töten und stilllegen . Und aus diesem Grund lehren wir, warum wir fasten, wachen oder arbeiten sollen. Es gibt leider viele blinde Menschen, die sich dem Kasteien, es sei Fasten, Wachen oder Arbeiten, nur deshalb unterziehen, weil sie meinen, es seien gute Werke, so daß sie damit viele Verdienste erwerben . Darum fahren sie so drauflos und tun darin manchmal so viel, daß sie ihren Leib dadurch verderben und ihren Kopf toll machen. Noch viel blinder sind diejenigen, die das Fasten nicht bloß wie diese nach der Menge oder Länge bewerten, sondern auch nach der Speise: Sie meinen, es sei viel verdienstvoller, wenn sie kein Fleisch und keine Eier oder Butter äßen. Darüber gehen die noch hinaus, die das Fasten nach den Heiligen richten und nach den Tagen auswählen: der am Mittwoch, der am Sonnabend, der am St. Barbara-, der am St. Bastianstag und so fort. Die alle zusammen suchen nichts andres im Fasten als das Werk an sich ; wenn sie das getan haben, meinen sie, es sei wohlgetan. Ich will hier davon schweigen, daß etliche auch so fasten; daß sie sich dennoch voll saufen, etliche auch so reichlich mit Fisch und anderen Speisen fasten, daß sie mit Fleisch, Eiern, Butter viel billiger hinkämen, dazu auch viel bessere Früchte des Fastens erlangten. Denn solch ein Fasten ist kein Fasten, sondern spottet des Fastens und Gottes . Darum laß ich's geschehen, daß sich jeder den Tag, die Speise, die Menge des Fastens so wie er will wähle, sofern er es nicht dabei bewenden läßt, sondern auf sein Fleisch acht gibt: Soviel dieses geil und mutwillig ist, soviel erlege er ihm an Fasten, Wachen und Arbeiten auf und nicht mehr, selbst wenn's Papst, Kirche, Bischof, Beichtvater oder wer sonst will geboten hätten. Denn Maß und Regel des Fastens, Wachens und Arbeitens soll ja niemand nach der Speise, der Menge oder den Tagen richten, sondern nach der Abnahme oder Zunahme der fleischlichen Lust und des Mutwillens . Nur deretwegen, um sie zu töten und zu dämpfen, ist das Fasten, Wachen und Arbeiten eingesetzt worden. Wenn diese Lust nicht wäre, dann gälte Essen soviel wie Fasten, Schlafen soviel wie Wachen, Müßigsein soviel wie Arbeiten, und das eine wäre so gut wie das andere, ohne allen Unterschied. Zum zwanzigsten: Wenn nun jemand fände, daß von Fischen mehr Mutwillen in seinem Fleisch sich erhöbe als von Eiern und Fleisch, soll er Fleisch und nicht Fisch essen. Wenn er umgekehrt fände, daß ihm der Kopf wüst und toll oder der Leib und Magen verdorben würde vom Fasten oder er es nicht nötig hätte noch bedürfte, seinen Mutwillen im Fleisch abzutöten, dann soll er das Fasten ganz anstehen lassen und essen, schlafen, müßiggehen, soweit es ihm zur Gesundheit not tut, ohne darauf zu sehen, ob es gegen Kirchengebote oder Ordens- und Standesgesetze sei. Denn kein Gebot der Kirche, kein Gesetz irgendeines Ordens darf das Fasten, Wachen, Arbeiten höher einschätzen oder weiter treiben, als soviel und soweit es dazu dient, das Fleisch und seine Lust zu dämpfen oder zu töten. Wo über dieses Ziel hinausgegangen oder es mit dem Fasten, den Speisen, dem Schlafen und Wachen übertrieben wird, mehr als das Fleisch ertragen kann oder als zur Abtötung der Lust notwendig ist, und wenn dadurch die Natur verdorben, der Kopf verwirrt wird, dann bilde sich niemand ein, daß er gute Werke getan habe oder sich mit dem Kirchengebot oder Ordensgesetz entschuldigen könne. Er wird so betrachtet werden wie einer, der sich selber verwahrlost und, soweit es an ihm liegt, sein eigener Mörder geworden ist. Denn der Leib ist nicht dazu gegeben, daß wir ihm sein natürliches Leben oder Werk abtöten, sondern nur, daß wir seinen Mutwillen töten; außer wenn dieser Mutwille so stark und so groß wäre, daß man ihm ohne Verderben und Einbußen am natürlichen Leben nicht hinreichend widerstehen könnte. Denn, wie gesagt, bei Übungen des Fastens, Wachens, Arbeitens soll man das Augenmerk nicht auf die Werke an sich richten, nicht auf die Tage, nicht auf die Menge, nicht auf die Speise, sondern bloß auf den übermütigen und geilen Adam, daß dem der Kitzel dadurch verwehrt werde. Zum einundzwanzigsten: Daraus können wir ermessen, wie weise oder närrisch einige Weiber handeln, wenn sie schwanger gehen, und wie man sich bei den Kranken verhalten soll. Denn die Närrinnen hängen so streng am Fasten, daß sie es eher auf große Gefährdungen für die Frucht und sich selber ankommen lassen, als daß sie nicht ebenso wie die anderen fasten sollten. Sie machen sich ein Gewissen daraus, wo kein Grund dazu ist; und da, wo es angezeigt wäre, machen sie sich keines. Das ist alles der Prediger Schuld, daß man vom Fasten so daherplaudert und dessen rechten Gebrauch, Maß, Frucht, Ursache und Ziel nimmer anzeigt. Darum sollte man die Kranken jeden Tag essen und trinken lassen, was sie nur wollten. Und kurzum: Wo der Mutwille des Fleisches aufhört, da hat auch schon aufgehört aller Anlaß zu fasten, zu wachen, zu arbeiten, dies oder das zu essen, und da gibt es auch kein Gebot mehr, das dazu verpflichtet. Umgekehrt soll man sich vorsehen, daß nicht aus dieser Freiheit eine nachlässige Faulheit erwachse, den Mutwillen des Fleisches zu töten. Denn der betrügerische Adam ist listig genug, für sich selbst einen Freibrief zu suchen und das Verderben des Leibes oder Hauptes vorzuschützen, wie etliche lautstark erklären und sagen, es sei weder nötig noch geboten, zu fasten oder sich zu kasteien. Sie wollen nur dies und das ungescheut essen, gerade als ob sie sich schon lange Zeit sehr im Fasten geübt hätten, während sie's doch noch nie versucht haben. Calvin in "Institutio Christianae Religionis" zum Fasten: Heiliges und rechtmäßiges Fasten hat drei Ziele: Wir üben es entweder, um das Fleisch zu schwächen und zu unterwerfen, oder damit wir besser vorbereitet sind für Gebet und heiliges Nachsinnen, oder damit es ein Zeugnis unserer Selbsterniedrigung vor Gott sei, wenn wir ihm unsere Schuld bekennen wollen. 2. Helvetisches Bekenntnis : Je mehr aber die Kirche Christi zu klagen hat über Schwelgerei und Trunksucht, über allerlei Wollust und Unmäßigkeit, um so eifriger empfiehlt sie uns christliches Fasten. Fasten ist nämlich nichts anderes als die Enthaltsamkeit und Mäßigkeit der Frommen, die Zucht, Wachsamkeit und Bestrafung unseres Fleisches, der wir uns je nach der jeweiligen Notwendigkeit unterziehen und wodurch wir uns vor Gott demütigen und die entzündliche Gier des Fleisches mindern, damit es um so leichter und lieber dem Geist gehorche. Deshalb fasten diejenigen gar nicht, die dem nicht Rechnung tragen, sondern zu fasten meinen, wenn sie nur einmal am Tage den Bauch vollstopfen und sich dann zu bestimmter und vorgeschriebener Zeit gewisser Speisen enthalten, in der Meinung, dass sie schon durch die Vollbringung dieses Werkes Gott gefielen und damit ein gutes Werk täten. Das Fasten ist vielmehr nur eine kleine Beihilfe zum Gebet der Heiligen (Gläubigen) und zu jeglicher Tugend . Jenes Fasten gefiel Gott nicht - wie man in den Büchern der Propheten sehen kann -, bei dem sich die Juden wohl der Speisen nicht aber der Laster enthielten. Es gibt ein öffentliches und ein privates Fasten. Öffentliche Fastenzeiten feierte man einst in Zeiten der Heimsuchung und Anfechtung der Kirche. Da enthielt man sich überhaupt der Speise bis zum Abend. Diese ganze Zeit aber lag man heiligen Gebeten ob, sowie dem Gottesdienst und der Buße. Dies war nicht viel anderes als eine Äußerung der Trauer. und bei den Propheten wird solches häufig erwähnt. besonders beiJoel 2:12-15. Ein Fasten solcher Art soll auch heute in Notzeiten der Kirche gefeiert werden. Für sich selber aber kann jeder von uns ein Fasten auf sich nehmen, je nachdem er fühlt, dass sein Geist ermattet . Dann entzieht er eben seinem Fleisch die entzündliche Gier. Alles Fasten soll aus freiem, bereitwilligem und gedemütigtem Geiste hervorgehen und nicht auferlegt sein, um den Beifall oder die Gunst von Menschen zu erlangen, noch viel weniger dazu, dass der Mensch sich dadurch verdienstliche Gerechtigkeit erwerben will. Jeder faste aber zu dem Zweck, dass er seinem Fleisch die entzündliche Gier entziehe und Gott um so inbrünstiger diene. Andrew Murray in "The Prayer Life": Als die Jünger den Herrn Jesus fragten: "Warum konnten wir ihn nicht austreiben?" antwortete er: "Wegen eures Unglaubens!" Er fuhrt fort und sagte: "Aber diese Art fährt nicht aus außer durch Gebet und Fasten." Wenn das Leben nicht eines von Selbstverleugnung ist, von Fasten - d.h. die Welt loslassen - und von Gebet - d.h. den Himmel ergreifen -, dann kann der Glaube nicht ausgeübt werden. Bonhoeffer in "Nachfolge" zu Mat 6,16-18: Jesus setzt als selbstverständlich voraus, daß die Nachfolgenden die fromme Übung des Fastens halten. Zum Leben der Nachfolgenden gehört die strenge Übung in der Enthaltsamkeit. Solche Übungen haben den einzigen Zweck, den Nachfolgenden für den ihm befohlenen Weg und für das ihm befohlene Werk bereiter und freudiger zu machen. Der selbstische und träge Wille, der sich nicht zum Dienst treiben läßt, wird gezüchtigt, das Fleisch wird gedemütigt und gestraft. In der Übung der Enthaltsamkeit wird die Entfremdung meines christlichen Lebens von der Welt deutlich spürbar. Ein Leben, das ganz ohne asketische Übung bleibt, das sich alle Wünsche des Fleisches gönnt, so lange sie nach der justitia civilis „erlaubt“ sind, wird sich für den Dienst Christi schwer bereiten. Das satte Fleisch betet nicht gern und schickt sich nicht zum entsagungsvollen Dienst. So bedarf das Leben des Jüngers der strengen äußeren Zucht. Nicht als könnte hierdurch der Wille des Fleisches erst gebrochen werden, als geschehe das tägliche Sterben des alten Menschen durch etwas anderes als durch den Glauben an Jesus. Aber eben der Glaubende, der Nachfolgende, dessen Wille gebrochen ist, der an Jesus Christus gestorben ist nach seinem alten Menschen, kennt die Rebellion und den täglichen Stolz seines Fleisches. Er kennt seine Trägheit und Zügellosigkeit und weiß, daß sie die Quelle des Hochmuts ist, der geschlagen werden muß. Das geschieht durch tägliche und außerordentliche Übung der Zucht. ... So muß das Fleisch in täglicher und außerordentlicher Übung und Zucht erfahren, daß es kein eignes Recht hat. Hierzu hilft die tägliche, geordnete Übung des Gebets, wie auch die tägliche Betrachtung des Wortes Gottes, hierzu hilft allerlei Übung leiblicher Zucht und Enthaltsamkeit. ... Wo die evangelische Freiheit vom gesetzlichen Zwang, von Selbstzermarterung und Kasteiung grundsätzlich gegen den rechten evangelischen Gebrauch von Zucht, Übung und Askese ausgespielt wird, wo Zuchtlosigkeit und Unordnung im Gebet, im Umgang mit dem Wort, im leiblichen Leben gerechtfertigt werden im Namen christlicher Freiheit, dort ist der Widerspruch gegen das Wort Jesu offenbar. Dort weiß man nichts mehr von der Weltfremdheit des täglichen Lebens in der Nachfolge, ebenso wenig aber von der Freude und nun gerade auch von der wahren Freiheit, die die rechte Übung dem Leben des Jüngers verleiht . Wo immer der Christ erkennt, daß er in seinem Dienst versagt, daß seine Bereitschaft erlahmt, daß er schuldig geworden ist an fremdem Leben, an fremder Schuld, daß seine Freude an Gott ihm ermattet, daß die Kraft zum Gebet nicht mehr da ist, dort wird er den Angriff auf sein Fleisch unternehmen, um sich durch Übung, durch Fasten und Beten (Luk 2:37; Luk 4:2; Mk 9:29; 1Kor 7:5), zu besserem Dienst zu bereiten. ... Askese ist dauernd belauert von dem gottlosen frommen Wunsch, sich selbst Jesus Christus durch Leiden gleich zu machen. Es schlummert in ihr auch immer schon der Anspruch, an die Stelle des Leidens Christi zu treten, das Werk des Leidens Christi selbst zu vollbringen, nämlich den alten Menschen zu töten. Hier maßt sich die Askese den bitteren und letzten Ernst des Erlösungswerkes Christi an. Hier stellt sie sich mit furchtbarer Härte sichtbar zur Schau. Das freiwillige Leiden, das nur auf Grund des Leidens Christi zu besserem Dienst, zu tieferer Demütigung dienen sollte, wird hier zur grauenvollen Verzerrung des Leidens des Herrn selbst. Nun will es gesehen werden, nun ist es der unbarmherzige lebendige Vorwurf für die Mitmenschen; denn es ist Heilsweg geworden. In solcher „Öffentlichkeit“ ist der Lohn wahrhaftig dahin, indem er von Menschen gesucht wird. Warum belohnt Gott Fasten? John Piper gibt in "A Hunger for God" Antwort auf diese Frage: "Die Antwort ist, dass Gott sich verpflichtet hat, dasjenige Verhalten des menschlichen Herzens zu belohnen, welches menschliche Hilflosigkeit und Hoffnung auf Gott ausdrückt. Immer und immer wieder verspricht Gott in der Schrift denjenigen zu Hilfe zu kommen, die aufhören, sich auf sich selbst zu verlassen und Gott als ihren Schatz und ihre Hilfe zu suchen. Es sind die "Armen im Geist", die mit dem Himmelreich belohnt werden. ... Daher belohnt er Verhalten, welches menschliche Hilflosigkeit bekennt und Hoffnung auf Gott ausdrückt, denn dieses Verhalten zieht die Aufmerksamkeit auf seine Herrlichkeit . Gebet ist ausdrücklich zu diesem Zweck vorgesehen : "und was ihr auch in meinem Namen bitten werdet, will ich tun, auf dass der Vater verherrlicht werde in dem Sohn" (John 14:13). Gott beantwortet Gebet, denn wenn wir von uns selbst weg- und auf Christus hinblicken als unsere einzige Hoffnung, so gibt dies dem Vater eine Gelegenheit, den Ruhm seiner Gnade in seinem Sohn groß zu machen, der alles bereitstellt. Ähnlich ist Fasten besonders geeignet um Gott auf diese Weise zu verherrlichen . Im Grunde bringen wird damit unsere eigene Leere Gott dar und hoffen auf ihn. Fasten ist ein Opfer der Not und des Hungers. Es drückt durch seine Eigenart aus: "Vater, ich bin leer, aber du bist voll. Ich bin hungrig, aber du bist das Brot vom Himmel. Ich bin durstig, aber du bist die Quelle des Lebens. Ich bin schwach, aber du bist stark. Ich bin arm, aber du bist reich. Ich bin ein Narr, aber du bist weise. Ich bin zerbrochen, aber du bist ganz. Ich sterbe, aber deine Gnade ist besser als Leben" (siehe Psalm 63:3). Wenn Gott dieses Bekenntnis der Not und diesen Ausdruck des Vertrauens sieht, dann handelt er, denn es geht um die Ehre seiner all-genügsamen Gnade. Die finale Antwort ist, dass Gott Fasten belohnt, weil Fasten den Schrei des Herzens ausdrückt, dass außer Gott nichts auf Erden unsere Seelen zufriedenstellen kann . Gott muss diesen Schrei belohnen, denn Gott wird am meisten in uns verherrlicht, wenn wir unsere größte Zufriedenheit in ihm finden."
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